Herstellung von Schneekugeln

In Deutschland gibt es nur noch wenige Firmen, die hier produzieren: Das sind “Walter & Prediger” in Neugablonz und “Koziol” in Erbach, in Österreich gibt es den Nachfahren von Erwin Perzy, der noch immer Schneekugel produziert.

Die meisten Schneekugeln werden heute in Asien produziert, auf einen Designvorschlag eines deutschen Importeurs hin.

Der Sockel besteht meist aus Polystone (= Polyresin), ein Kunststein. Als Kunststein bezeichnet man alle, Zement oder Harzgebundenen Werkstoffe die unter Zugabe von beispielsweise Sand, Stein. Glasfasern oder Textilien und viele weitere Möglichkeiten hergestellt werden. Am bekanntesten dürften wohl Fensterbänke und Boden sowie Wandfliesen sein. Die meisten Schneekugeln werden heute aus diesem Material gefertigt.
Polystone  hat übrigens nichts mit Hartplastik zu tun. Polystone ( = Polyresin ) zeichnet sich besonders durch seinen Lichtechtheitsmaßstab, sowie seiner hohen Beständigkeitkeit gegen Witterungseinflüsse aus. Im vergangenen Jahr sind die Preise für Kunstharz weltweit stark angestiegen, welches sich auch auf den Preis mancher Schneekugeln bemerkbar macht.

Polyresin ist eine Art flüssiger Kunstharz. Man sagt deshalb auch Poly-Nature dazu. Man kann durch Farbbeimischung alle möglichen Farbtöne herstellen und in Formen gießen. Das Material ist absolut bruchfest, Witterungssicher und frostbeständig. Es wird von Hand bearbeitet und ebenfalls von Hand mit einem farblichen Finish vollendet. Danach sieht es aus, wie z.B. Holz, Marmor, Granit, Kupfer, Bronze, Terracotta und vieles mehr.

Verschiedende Firmen der Kunststoffindustrie, vor allem auch in Fernost, bieten Kunststoffe mit ähnlichen Eigenschaften unter verschiedenen Markenamen an. z.B. Poly-Nature, Polyresin, Polystone, Alabastrite.

Bei manchen Schneekugeln kann man das Wasser, das mit der Zeit verdunstet, nachfüllen. Dazu muss im Sockel unten ein kleines Löchlein sein, durch das man eine handelsübliche Spritze stecken kann. Bei Spieluhren muss man manchmal erst den unteren Deckel abschrauben um zu erkennen, ob das Loch auch wirklich zum Nachfüllen ist.

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